21. Januar 2020 | | 1 Kommentar

Inma: Augen zu und durch(atmen) Ausbildung zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzen bei der Debeka zuvor Bachelor Biotechnologie, TU Braunschweig

Es begann damit, dass ich mich nicht mehr sonderlich wohlfühlte im Studium und merkte, dass auch meine Leistung nicht mehr meinen Erwartungen entsprachen. Kurz gesagt, meine Erwartungen an mich selbst sind und waren sehr hoch. Ich hatte mich an Studiengangskoordinatoren gewendet und wurde so auf das Projekt Wegbereiter aufmerksam. Es hat lange gedauert, bis ich mich wirklich entschlossen habe, einen Termin zu machen. Ich hatte zunächst versucht, das Studium selbst wieder in den Griff zu bekommen. Die Beratung durch die Wegbereiter hat mir mitunter am meisten geholfen und auch am meisten Anregung geschaffen, mich vom Studium verabschieden zu können.

Schlussendlich hätte ich mich früher auf den Weg machen sollen – zusammen mit den Wegbereitern. Die Unterstützung war sehr hilfreich und auch zusätzliche Angebote wie ein Berufsprofiling-Test des Rotary Clubs haben mir sehr geholfen, mich selbst besser einschätzen zu können. Ich habe mich für eine Ausbildung entschieden, die vergütet wird und vom Anspruch her mit der Uni mithalten kann. Ich wurde sehr gut aufgenommen und es war auch kein Nachteil, dass ich schon eine längere Zeit studiert habe. Im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, dass es gut ankommt, wenn man Erfahrung aus der Uni mitbringt. Ich bin auch durchaus froh, diese Erfahrungen in der Uni gemacht zu haben. Es ist aber wirklich nicht schlimm, zu studieren und sich dann doch dagegen zu entscheiden. Wichtig ist es, sich selbst treu zu bleiben und nicht auf andere zu hören, sondern auf das eigene Empfinden. Augen schließen, tief durchatmen und einmal in sich rein hören. Dieser Vorgang war einer der wichtigsten auf dem Weg zu meiner Entscheidung, das Studium abzubrechen. Auch wenn sich das alles gut anhört, ist es gelegentlich noch schwer für mich, mir einzugestehen, dass es die richtige Entscheidung war. Wahrscheinlich wird sich das auch erst im weiteren Verlauf meines Lebens zeigen.

Aufgrund meiner persönlichen Situation war es mir nicht möglich, ein Praktikum oder  Schnuppertag in verschiedenen Betrieben zu machen, bevor ich meine Entscheidung zum Studienabbruch fällen musste. Daher empfehle ich jedem der noch etwas Zeit hat, sich die Zeit zu nehmen und ein Praktikum zu machen, um heraus zu finden, welcher Beruf anstelle des Studiums zu einem passt.

Sich rechtzeitig auf den Weg zu machen, erfordert viel Mut und Kraft. Sich zu entscheiden, dauert aber oft seine Zeit. Daher ist es wichtig sich einen Ruck zu geben und sich auf den Weg zu machen, ganz nach dem Motto „Augen zu und durch“. Danach ist es wichtig durchzuatmen und sich selbst genug Zeit zu geben, eine Entscheidung zu treffen.

  • Henning Linke schrieb am 23. Januar 2020 um 6:09 Uhr:

    Ein toller Eintrag , der Anderen Mut macht !

    Als Geschäftsstellenleiter der Debeka freue ich mich auch zu lesen, dass Sie bei uns nicht nur gut aufgenommen sondern jetzt auch entsprechend gefordert Und gefördert werden. Als größter Ausbilder unserer Branche zeichnen wir uns regelmäßig durch unsere Offenheit gegenüber „Abbrechenden“ aus. Tolle beruflichen Karrieren und hausinterne Studiengänge sind mittlerweile ein Ergebnis , auf das wir als Unternehmen sehr stolz sind.
    Als DER nachhaltige Versicherer denken wir heute schon an morgen – unser Motto : Gemeinschaft ist unsere Stärke !

    Ich wünsche hiermit allen viel Erfolg auf ihren Werdegängen. Ich selber habe im Jahre 2004 eine Ausbildung abgebrochen, es war die richtige Entscheidung; Ich habe meinen Traumberuf gefunden und Karriere gemacht !

    Vielleicht bis bald ….
    Henning Linke , Geschäftsstellenleiter der Debeka

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